Goldblättchenherstellung in Madalay

Am Goldene Felsen habe ich gesehen, wie Goldblättchen auf den Felsen geklebt wurden. Doch wie werden diese eigentlich hergestellt? Die Antwort auf diese Frage gab es heute beim Besuch einer Werkstatt für die Goldblättchenherstellung in Mandalay. 

Danach ist man einfach nur noch sprachlos, wieviel Aufwand es bedarf solch ein Blätchen herzustellen. Es ist nicht nur die pure menschliche Kraft die notwendig ist diese Goldblättchen herzustellen, sondern auch der Aufwand der notwendig ist, dass dafür notwendige Bambuspapier herzustellen. Bambuspapier? Für die Herstellung müssen Bambusfaser 3 Jahre eingelegt werden, bis mit der Papierherstellung begonnen werden kann. So verwundert es nicht, dass Sie Papierherstellung teurer ist als die Goldblattherstellung. Zwischen diesen Seiten werden 200 gleichgrosse Goldstreifen geleget. Diese Packet wird dann als ganzenes für 30 Minuten mit einem schweren Hammer bearbeitert. Jeder Arbeiter startet vor dem ersten Hammerschlag eine Zeituhr, da diese körperlich sehr stengende Zeit nur für 3 Minuten durchgehalten werden kann, dann erfolget eine kurze Pause. Insgesamt sind jedoch 30 Minuten notwendig, die feinen Goldblättchen herzustellen. Die Haltung dabei sieht nicht sehr komfortabel aus. Nach etwa 3 Schlägen vergewissert sich der Handwerker, dass der Hammer immer noch zentriert im Landeanflug auf das Päckchen mit den Goldstreifen ist. Nach dem Ende dieser sehr schweißtreibenden und körperlich sehr strengenden Arbeit wird nachgeschaut, ob aus dem Goldband auch Goldblättchen in der richtigen Stärke geworden sind. 

  

 

Von Bagan nach Mandalay

Vor 3 Tagen haben wir diese Strecke in 20 Minuten per Flugzeug in umgekehrter Richtung zurückgelegt. Heute haben wir diese Stecke mit deutlich mehr Zeit, aber auch mit viel mehr Details erlebt.

Als Erstes mussten wir noch 2 Pagoden in Bagan besuchen, die wir in den vergangen Tagen noch nicht geschaft hatten. Faszinieren, wie Vielfältig nicht nur die Bauten, sondern auch die Budha Statuen darin sein können. Immer wieder trieft man auf Spuren des Erdbebens von vor ein Paar Monaten.

Dann ging es samt Gepäck auf ein kleines Boot um den großen Irrawaddy (Fluss) zu befahren. Wow, ist das ein breiter Strom. Bereits aus der Luft war die Gewaltigkeit des Flusses zu sehen. Darauf zu fahren, ließ das Auge auch die reale Breite ermessen.

Nach kurzer Fahrt auf dem Fluss, ging es zu Fuß zum Besuch der Pagode Kyauk Gu U Min. Hierbei wurden wir von diesem Einheimischen mit seinem Katapultbogen begleitet.

  

 
  
 Danach ging es mit dem Boot weiter bis Pakokku. Dort spannt sich eine neue Brücke 2 km über den Fluss. Zum Mittagessen sind wir wieder in ein kleines lokales Restaurant gegangen, wo auch die Einheimischen gerne Essen. Lecker.

Bis nach Mandalay waren es dann noch mehr als 3 Stunden Busfahrt, durch eine faszinierende Landschaft.

Ein Traum ist nicht in Erfüllung gegangen

Eigentlich wollte ich jetzt nicht beim Früstück sitzen sondern über das Tempelfeld von Bagan schweben in einem Ballon. Bereits gestern waren alle Fahrten abgesagt worden, so dass ich innerlich nicht überrascht war, dass auch heute nichts geht. Schade, denn nur von oben hätte man das immense Ausmaß von 3000 Tempel sehen können.

Als Entschädigung ein Bild von gestern von einer beeindruckenden Budha Statue.

  

Besuch einer Fabrik für Lackarbeiten 

Ihr seht meine beiden Lieblingsstücke: Rosshaar verwebt mit Bambus, Lack und mit Blattgold innen ausgekleidet (links) und eine typische Farbkombination aus Bagan (rechts)

Wir konnten die Herstellung Schritt für Schritt in der Werkstatt anschauen und fotografieren. Faszinierend, was für feine und bewegliche Gefäße da möglich sind.